Des Sergius-Dreifaltigkeits-Klosters

Im Jahre 1476 errichteten Bauleute aus Pskov, die zu dieser Zeit im Moskauer Kreml arbeiteten, dort, wo der Heilige Nikon 1412 eine Holzkirche zu Ehren der Dreifaltigkeit erbauen ließ, die Kirche zu Ehren des Herabkommens des Heiligen Geistes auf die Apostel (Pfingstkirche). Sie vereinigten beim Bau typische Formen sowohl der Pskower, als auch der Moskauer Bauweise. Unterhalb der Kuppel bauten sie einen offenen Glockenstand. Während der schweren polnischen Belagerung des Klosters (1608–1610) benutzte man die Pfingstkirche als Wachturm.

Die Pfingstkirche und die Dreifaltigkeitskathedrale bilden zusammen eine architektonische Einheit. Die äußere Verzierung der ersteren erinnert an die Gestaltung der Kathedrale. Obwohl wegen ihrer Proportionen die Pfingstkirche höher zu sein scheint, ist die Höhe beider Kirchen ungefähr gleich.

Die Pfingstkirche wurde 1655 ausgemalt. Mitte des 19. Jahrhunderts jedoch wurden die Fresken entfernt und durch die Ölmalerei ersetzt. In dieser Kirche ruhen die Reliquien des Heiligen Maxim Grek (Maximus des Griechen, † 1556) und des Heiligen Antonij (Antonius) von Radonesh († 1877). Der Heilige Maxim Grek kam 1516 vom Athos nach Russland, um Gottesdienstbücher aus dem Griechischen zu übersetzen. Er hinterließ eine Vielzahl von Schriften, die sowohl das theologische Denken, als auch das moralische Verhalten polemisch und kritisch betrachten. Der heilige Antonij war Abt der Lawra von 1831 bis 1877.

 

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